Medellín – Der lange Weg aus der Vergangenheit

Anfangs wollte ich über Medellín schreiben, ohne zu sehr auf ihre Vergangenheit einzugehen, doch dann habe ich gemerkt, dass das einfach nicht möglich ist. Man muss verstehen, was diese Stadt in den letzten Jahrzehnten durchgemacht hat, um die Gegenwart zu begreifen. In den 80er-Jahren begann sich in Medellín rund um ihren berüchtigtsten Sohn, den Drogenbaron…

Salento – Zu den höchsten Palmen der Welt

Salento, ein kleiner Ort mitten in den grünen Hügeln Kolumbiens. Vor meiner Reise hierher hatte ich noch nie etwas von diesem Ort gehört, und selbst als ich bereits in Bogotá war stand er nicht einmal auf meiner Reiseroute. Doch immer mehr und mehr Reisende, die ich so getroffen hatten, erzählten mir, dass sie auch nach…

San Agustín – Götzen aus Stein

In Kolumbien ist es so: man glaubt ein Ticket für einen Bus zu haben, einen richtigen Bus wie man ihn sich vorstellt, aber am Ende landet man doch erst wieder in einem von diesen Mini-Vans, die ich schon in Guatemala zu hassen gelernt habe. Wieso? Nunja, wer auch immer die Abstände der Sitzreihen ausgemessen hat,…

Potosi – Unter Tage

Staubig. Die Straßen, die Häuser, die Menschen. Grau, braun, beige. Die ganze Stadt ist davon betroffen. Das ist der erste Eindruck, den ich hatte, als wir in Potosí ankamen. Zwei Nächte hatten wir geplant hierzubleiben, und das eigentlich auch nur aus einem Grund: dem „Cerro Rico de Potosí. Hoch über der Stadt thront er, der…

Minsk – Zurück in die Vergangenheit

Der Nachtzug, der mich von Kiew in die weißrussische Hauptstadt Minsk bringen soll, ist komplett ausgebucht, und dennoch bin ich der einzige erkennbare Ausländer. Trotz dieses Umstandes scheint es kaum jemanden zu interessieren, dass ich hier bin. Alle sind damit beschäftigt, ihr Bett für die Nacht zu beziehen. Als wir abfahren, wird mir zum ersten…