Salento – Zu den höchsten Palmen der Welt

Salento, ein kleiner Ort mitten in den grünen Hügeln Kolumbiens. Vor meiner Reise hierher hatte ich noch nie etwas von diesem Ort gehört, und selbst als ich bereits in Bogotá war stand er nicht einmal auf meiner Reiseroute. Doch immer mehr und mehr Reisende, die ich so getroffen hatten, erzählten mir, dass sie auch nach Salento fahren würden, und jedes mal fragte ich mich wieso, bis ich endlich herausfand, dass es wohl einer der angenehmsten Orte Kolumbiens sein soll.

Hauptplatz von Salento

Also fuhr ich von Cali (eine Stadt die mir aufgrund ihrer Größe absolut nicht gefallen hat) mit dem Bus direkt nach Salento, und schon bei der Anfahrt auf den kleinen Ort sah ich, dass es mir hier gefallen würde. Die Ortschaft liegt umschlossen von Grün mitten im Hügelland, weit entfernt von der Hektik Calis oder Bogotás. Doch das wissen auch die Einheimischen. Es ist Sonntag als ich ankomme, und der sonst so überschaubare Ort ist voll mit Wochenendausflüglern. Ich lasse meine Sachen in meinem Hostel und mache mich auf den Weg durch die Stadt. Vor allem am Hauptplatz und auf der Zugangsstraße zum Aussichtspunkt über der Stadt drängen sich die Leute. Cafés reihen sich an Souvenirgeschäfte, Restaurants und noch mehr Cafés. Ein Disneyland für Touristen. Doch warum hat es mir dann doch so gut gefallen? Naja nach dem Sonntag folgt bekanntlich der Montag und der war extrem entspannt. Die meisten Touristen waren wieder weg und zurück blieb ein Salento wie ich es mir erwartet hatte.

Menschenmassen am Wochenende

In der Früh nahm ich einen der Jeeps, die alle 30min vom Hauptplatz abfahren, um zum Eingang des Nationalparks zu gelangen, in welchem die angeblich höchsten Palmen der Welt wachsen sollten. Dort angekommen gibt es 3 Möglichkeiten: Entweder nimmt man den kurzen, nur 3km langen, Weg und sieht sich die Palmen an, oder man geht weiter und besteigt den nahe gelegenen Berg um die Aussicht zu genießen, was ca. 16km ausmacht. Oder man wählt die dritte Option, und geht am Anfang nicht sofort zu den Palmen, sondern beginnt die Wanderung gegen den Uhrzeigersinn, um sich das „Highlight“ bis zum Schluss aufzuheben. Das war meine Wahl.

Der Weg beginnt

 

Und geht auch über die eine oder andere Brücke

Zuerst folgt der Weg dem Fluss und die Wanderung ist sehr flach und angenehm. Man kommt an Weiden voll mit Kühen und kleinen Feldern vorbei. Nach etwa 45min gelangt man zu einer Brücke und von hier aus geht es dann stetig bergauf, teilweise auch recht steil, doch nach etwa 1h hat man es geschafft und man steht am höchsten Punkt der Rundwanderung von wo es nur noch bergab geht. Auf halben Weg kann man noch einen kleinen Stop einlegen, und die ersten, noch etwas niedrigeren, Palmen besichtigen. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit und diese versanken beinahe vollständig im Nebel, als ich endlich den Aussichtspunkt erreicht hatte.

Palmen im Nebel

 

Aber am Ende doch noch die Belohnung

Doch am Ende des Weges, und zurück im Tal, steht man dann zwischen den höchsten Palmen der Welt, und sie sind tatsächlich riesig. Laut Wikipedia sind die meisten etwa 45m hoch, doch die höchsten erreichen unglaubliche 60m. Wie Streichhölzer stehen die in der Gegend und überragen die umliegende Vegetation um Längen. Wahnsinn was die Natur möglich macht.

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