Georgien – Ein Fazit

Bei vielen steht Georgien vermutlich nicht auf Seite eins der top Reiseziele. Auch nicht auf Seite zwei. Möglicherweise aber auf drei oder vier, aber jedenfalls viel zu weit hinten. Georgien (und auch die anderen Länder im Kaukasus) würden sich aber viel mehr Anerkennung verdienen. Ja, Georgien hatte eine schwierige Vergangenheit als Teil der Sowjetunion und danach aufgrund von Kriminalität und Konflikten mit seinen Nachbarn bis hin zum Bürgerkrieg, doch diese dunklen Zeiten sind vorbei. Das Land blüht an allen Ecken auf und bietet denjenigen, bei denen es dieses Land doch unter die ersten Plätze geschafft hat, unheimlich viel.

Aber auch wenn ich etwas überschwenglich klingen mag, muss auch klar sein, dass Georgien den „großen“ Reiseländern auf den ersten Blick nicht viel entgegenzusetzen hat. Georgien bedient nicht die Massen. Wer sich eher weniger für Klöster, Berge und Geschichte interessiert, wird das Land enttäuscht verlassen. Strände gibt es zwar, aber wegen denen nach Georgien zu fliegen lohnt sich wohl eher nicht. Außerdem empfand ich es als ziemlich anstrengenden sich durch das Land zu bewegen. Komfortable Busse gibt es nicht. Quasi der ganze öffentliche Verkehr findet in den alten Minivans statt. Selbst kurze Strecken können zur Odyssee werden, da die Straßen oft alt oder kurvenreich sind. Nein, Georgien ist kein Land für den bequemen Reisenden, aber umso schöner ist das Gefühl, endlich irgendwo angekommen zu sein.

Klöster überall

Klöster überall

Am meisten überrascht war ich jedoch von den Menschen. Als ehemalige Sowjetrepublik dachte ich eher, dass die Einheimischen Fremden gegenüber verschlossen sein würden. Weit gefehlt. Auch mir als Nicht-Russischsprecher gegenüber öffneten die Leute ihre Herzen. Sprachbarrieren begegneten mir jeden Tag, doch niemand wurde jemals müde, mir mit Händdn und Füßen meine Fragen zu beantworten. Ich habe eingangs erwähnt, dass Georgien auf den ersten Blick nicht mit anderen Ländern mithalten kann. In punkto Gastfreundschaft spielt es aber ganz vorne mit.

Zum Essen habe ich leider nur wenig positives zu sagen, denn wirklich abwechslungsreich ist die Kost im Kaukasus nicht. Das was es jedoch gibt, schmeckt hervorragend. Dass ich mich aber auf mehr als nur Khinkali, Khaschapuri, Kebap und Ostri freue, kann ich aber nicht abstreiten.

Khaschapuri

Khaschapuri

Khinkali

Khinkali

Wie lange Georgien noch ein Geheimtipp sein wird, bleibt abzuwarten. Schon jetzt besuchen viele Russen und Polen das Land. Aber auch trotz wachsender Beachtung in der Welt werden die Probleme mit Abchasien und Süd-Ossetien das Land noch lange beschäftigen. Mein kurzer Ausflug in diesen Teil des Landes hat mir aber gezeigt, dass eine Reintegration schwierig sein wird. Keine der beiden Seiten gibt auch nur einen Zentimeter nach, und so wird man vermutlich auch noch in Zukunft Fahrzeuge der UNO und EU.M.M an den Außengrenzen patrouillieren sehen.

NOCH ein Geheimtipp

NOCH ein Geheimtipp

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2 Gedanken zu “Georgien – Ein Fazit

  1. Schöner Beitrag! Ich war vor zwei Jahren in Georgien und auch ganz angetan. Der georgischen Küche tust du aber unrecht wie ich finde 😉 – da sich bei JEDER Mahlzeit der Tisch biegt vor Speisenangebot würde ich es doch als abwechslungsreich bezeichnen. Aber Katschapuris konnte ich nachher auch keine mehr sehen…

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