Kalkutta – Kolonialer Glanz

Zugegeben, anfangs war ich doch etwas skeptisch: Kalkutta? Ob das wirklich eine Reise wert ist? Zweitgroesste Stadt Indiens. Hm, eigentlich war Hyderabad ja schon anstrengend. Doch dann stand fest, dass ich nach Dhaka wollte, und dafuer musste ich wohl oder uebel nach Kalkutta. Doch wie so oft, war dann doch wieder alles anders, als  zu Beginn erwartet.

Mit einer eleganten Verspaetung von fast 3 Stunden schaffte ich es am spaeten Nachmittag dann doch noch aus dem Zug, mit dem ich ja immerhin 21 Stunden von Vijayawada aus unterwegs gewesen war. Und der erste Eindruck? Schwuel. Drueckend schwuel.

Nachdem ich mit einem der Pre-Paid Taxis vom Bahnhof Howrah in die Stadt gefahren war, und zwar in die Sudder-Street (ist es doch laut Lonely Planet dort am einfachsten, ein Zimmer zu finden – und immerhin wurde es schon langsam dunkel), muss ich zugestehen, dass der Verkehr deutlich angenehmer ist, als alles, was ich bisher in Indien gesehen habe. Zwar stockt es da und dort schon gerne mal fuer ein paar  Minuten, doch es gibt Gehsteige fuer die Fussgaenger (und das ist wichtig, immerhin hatte ich nicht vor, die naechsten Tage nur im Taxi zu verbringen).

Meine Unterkuft habe ich dann eher nach dem Badezimmer als nach dem Schlafzimmer ausgewaehlt, und auch die Tatsache, dass es WLan gibt und ein kleiner Preisnachlass (immerhin ist ja Nebensaison) haben mich dann zustimmen lassen.

Heute bin dann gleich voller Energie in die Innenstadt gestartet, doch die Freude waehrte nur kurz, denn es regnete. Im Sueden hatte ich schon fast vergessen, dass ja eigentlich Regenzeit in Indien ist, doch hier kam ich schnell wieder auf den Boden der Realitaet zurueck.

Ich goennte mir eben mein Fruehstueck, waehrend ich wartete, bis es wieder trockener wurde,dann ging es weiter. An vielen Ecken und Enden Kalkuttas merkt man, dass es sich hierbei um die ehemalige Hauptstadt Indienshandelt: ein beachtlicher Anteil der Haeuser hier ist im Kolonialstyl der Briten gebaut, und immer noch gut erhalten. Es gibt breite Gehwege fuer die Fussgaenger und sogar Zebrastreifen (!!). Doch ueber all dem steht das Wahrzeichen der Stadt: das Viktoria Memorial.

Ein kleines Zitat aus dem Reisefuehrer:

Stylistisch handelt es sich um eine Mischung aus dem Kapitol in Washington und dem Taj Mahal. Waere es fuer eine schoene indische Prinzessin erbaut worden, anstatt fuer eine tote Kolonialherrscherin, wuerden es wohl mehr Menschen zu einem der schoensten Bauwerke Indiens zaehlen.

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