Vijayawada – Ein Nachtrag

Ja ich weiss, ich habe schon gestern ueber Vijayawada geschrieben, aber waehrend meiner Zugfahrt nach Kalkutta (die immerhin 21 Stunden dauerte) muss ich sagen, dass ich unzufrieden bin mit dem, was ich gestern geschrieben habe, daher moechte ich das heute ergaenzen:

Um ehrlich zu sein, war von vorn herein klar, dass Vijayawada der Hoehepunkt meiner Reise werden wuerde. Wieso? Man kommt nicht einfach auf die Idee, nach Vijayawada zu fahren, um sich die tollen Sehenswuerdigkeiten anzusehen. Nein, ich bin nach Vijayawada gekommen, um meine Schulfreundin Isabel wiederzusehen und zu verstehen, worueber sie die letzten Monate mit mir geschrieben hat.

Und gleich vorweg: ich wurde nicht enttaeuscht. Die Gastfreundschaft, mit der ich begruesst wurde, war mehr, als ich mir erwartet hatte. Ich bekam einen „Hearty-Welcome“ Empfang und es schien so, als wuerde sich jeder ueber meinen Besuch hier freuen.

Auch die Kinder in den Projekten nahmen mich so auf, als wuerde ich fuer die naechsten Monate ihr „Brother“ sein, der mit ihnen spielen, essen und lernen wuerde. Aber auch die Zeit, in der wir nicht in einem der Projekte waren, ist erwaehnenswert:

Das Schlafen auf dem Balkon unter dem Fan der Volontaerswohnung, das Waeschewaschen im Kuebel, und generell das Zusammensitze mit Isabel und den anderen  Volontaeren war genau das, was ich nach dem ersten Kulturschock in Hyderabad gebraucht hatte: ein langsames heranfuehren an das Land und seine Leute und das damit verbundene, alltaegliche Chaos.

Leider ging das Verabschieden dann schneller als erwartet, und es war mir auch nicht moeglich (ausser durch ein kurzes Telefonat), mich bei den Fathers (also jenen, die das Projekt leiteten) zu bedanken und zu verabschieden.

Einerseits haette ich noch tagelang auf dem Balkon sitzen koennen, schlafen und reden, doch meine Reise muss weitergehen, und es waere auch unfair zu sagen, dass ich mich darauf nicht auch freu. Immerhin geht es schon in wenigen Tagen nach Dhaka und damit zum zweiten grossen Highlight meiner Reise durch Suedasien.

PS: Eine ganz nette Geschichte gibt es noch zum Abschluss:

Am Donnerstag Mittag sassen wir eben so im Esszimmer und vor dem Mittagessen wollte ich noch schnell meine Wasserflasche auffuellen (im Esszimmer gibt es eine Filteranlage, wo man sich immer frisches und sauberes Wasser holen kann). Nach dem Mittagessen kam einer der Fathers herien und meinte, dass wir das Filterwasser die naechste Zeit nicht trinken sollten, da die Anlage seit gestern kaputt sei. EIn bisschen entsetzt blickte ich auf meine 2-Liter Flasche, die ich zu dem Zeitpunkt schon halb ausgetrunken hatte. 24 Stunden spaeter kann ich jetzt sagen, dass ich wohl Glueck gehabt habe. Dieses mal zumindest.

PPS: Ein paar Bilder sind jetzt verfuegbar 😉

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