Hyderabad – Ankunft ohne Freude

Ja ich weiss, der Titel laesst nichts gutes erahnen, doch ich habe ja versprochen, dass ich nichts schoenreden werde, was ich erlebe, daher wird mein erster Blogeintrag nicht von den Besonderheiten handeln, die man waehrend des Fluges einer saudi-arabischen Fluglinie erlebt sondern von meinem ersten Tag in Hyderabad:

 

Nach meiner Anreise ueber Wien-Paris-Jeddah-Dammam-Hyderabad erschien es mir wie eine Ewigkeit, dass ich Oesterreich verlassen hatte, und war auch sehr froh darueber, endlich in Indien zu sein. Am Gepaecksband wartete ich dann geduldig, bis mein Rucksack auftauchte, denn immerhin hatten die (meist arabischen Mitreisenden) tonnenweise Gepaeck aufgegeben, ganz so, als wuerden sie fuer immer nach Indien ziehen.

Also wurde das zur laengsten Wartezeit auf mein Gepaeck meines Lebens. Das Dumme daran war aber, dass selbst nachdem der letzten Koffer, vom Foerderband plumste, mein Rucksack immer noch nicht dabei war.

„Nicht schon wieder“ war der erste Gedanke, den ich hatte, als ich realisierte, dass mein Gepaeck nicht mit mir nach Indien gekommen war.

Es folgte laestiger Papierkram mit dem Fundbuero, doch am Ende hatte ich nicht das Gefuehl, meinen Rucksack je wieder zu sehen. Bloed ist das ganze insofern, weil so ziemlich alles, was ich auf meiner Reise braeuchte, da drin ist. (Vor allem Medikamente und Unterwaesche).

Zum Glueck hatte ich mir immerhin eine Zahnbuerste und -pasta ins Handgepaeck gepackt.

Dann gings in die Stadt, und glaubt mir wenn ich sage: nichts, und damit meine ich absolut NICHTS haette mich auf das vorbereiten koennen was ich in der einen Stunde vom Flughafen nach Secunderabad (ein Stadtteil von Hyderabad) gesehen habe. Es laesst sich nicht mit Worten beschreiben und „absolutes Chaos“ waere immer noch ein Kompliment.

Schnell hatte ich im YMCA-Hostel eingecheckt, welches ich an dem Tag nur noch verlassen hatte, um Wasser und Essen zu kaufen, sowie den Weg zum Bahnhof und die Nachbarschaft zu erkunden.

Heute habe ich dann beschlossen, dass es keinen Sinn macht, die ganze Zeit im Hostel zu bleiben, und habe begonnen, mir die Stadt anzusehen. Festgestellt habe ich dabei eines: das Chaos ist, bei genauerem Hinsehen, gar nicht so schlimm, und ist durchaus mit dem in Bangkok vergleichbar (auch wenn ich dort nicht gesehen habe, dass Huehner auf offener Strasse geschlachtet werden).

Ach ja zum Gepaeck: morgen Vormittag fahre ich nochmal zum Flughafen, um mich persoenlich davon zu ueberzeugen, ob es denn nun angekommen ist, oder nicht.

Ueber beide Optionen hab ich mir genug Gedanken gemacht und weiss auch, was dann zu tun waere.

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Ein Gedanke zu “Hyderabad – Ankunft ohne Freude

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