Reif für die Insel – Ko Tao #1

Ko Tao liegt trotz zunehmender Beliebtheit immer noch im Schatten ihrer Schwesterninseln. Und das ist auch gut so, denn noch kann man hier echtes Inselfeeling entwickeln.

Schon am Boot wird man von den ersten Schleppern wegen eines Tauchkurses angesprochen, und wenn man dann freundlich ablehnt wünschen sie dir viel Glück bei der Unterkunftssuche „Very busy now“. Nun gut, darauf lass ich es ankommen.

Aber nichts wurde aus der abenteuerlichen Suche nach einer Tauchschule, denn ich hatte mich kurzerhand an ein deutsches Ehepaar gehängt, die meinten, ich solle doch mit Ihnen den Kurs machen. Sie erzählten mir, dass bereits Verwandte von ihnen hier Ihren Anfängerkurs gemacht hätten, und sie schwer begeistert gewesen seien. Und als sich dann herausstellte, dass der Besitzer der Tauchschule auch noch aus Korneuburg kommt, überzeugte es mich noch mehr.

Zuerstmal zum Tauchkurs: 3 Tage intensiver Theorie- und Praxisunterricht, den ich aber keine Sekunde bereute. Ko Tao ist vermutlich einer der schönsten Orte, an denen man den Dive-Kurs machen kann. Türkises Wasser, weite Sicht unter Wasser, gute Tauchlehrer, niedrige Preise und eine Artenvielfalt, die atemberaubenden ist (auch wenn das im Zusammenhang mit dem Tauchen ein eher negativer Begriff ist^^).

Bevor ich aber tauchen durfte, ging es erstmal zum Arzt, denn die „Regelmäßige Einnahme oder Verabreichung von Medikamenten“ konnte zu einem KO-Kriterium werden, und immerhin bin ich immer noch in der Tollwut-Behandlung. Aber alles ok, 200 Bath leichter durfte ich dann die Ausbildung beginnen.

Der erste Tag besteht eigentlich aus grundlegenden Skills im flachen Wasser, aber schon beim zweiten Tauchgang durften wir etwas an den seichten Riffen herumtauchen. Schon 5 Meter unter der Oberfläche ist das ein Wahnsinn.

Alles ist neu und aufregend, daher konnten weder die beiden Deutschen nocn ich es erwarten, am nächsten Tag wieder rauszufahren. Einzig und allein die „Hausaufgaben“ waren nervig und auch eher sinnlos, aber ok, für diese Erfahrung schluckt man das eben.

Claus, unser Tauchlehrer, war eine Mischung aus relaxtem Inselbewohner (zu dem man hier wahrscheinlich automatisch nach einer gewissen Zeit wird) und seriösem Lehrer; was wünscht man sich mehr?

Am letzten Tag ging es bei Sonnenaufgang raus zu Shark Island (Nein, alles ganz harmlos dort) und White Rock, und so ohne dem Skilltraining fühlt man sich dann doch schon irgendwie wie ein echter Taucher.

Klar hatte ich mir irgendetwas Seltenes erhofft: einen Kraken, eine Schildkröte oder vielleicht gar einen Walhai? Ok, das war vielleicht ein bisschen zu optimistisch.

Mein Open-Water-Kurs ist damit beendet, und eigentlich will ich nur eins: weitermachen!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s