Chiang Mai – Rose des Nordens

Chiang Mai gilt für die meisten als zweiter „must-stop“ auf dem Weg durch Thailand.

Die Stadt liegt inmitten grüner Berge, aber nicht nur die Landschaft sondern auch das Klima unterscheidet sich stark von dem Bangkoks‘: zwar hat es immer noch > 30 Grad, aber irgendwie ist es dennoch angenehmer.

Dass es sich um eine Touristenstadt handelt merkt man schnell, da sich hier Starbucks an Bars und KFCs reihen. Hier bekommt der verwöhnte Tourist einfach alles, was er von zuhause her auch kennt. Außerdem ist es möglich, Unmengen an Touren zu buchen: Thaiboxen, Kochkurse, Trekkingtouren. Jedoch scheint nicht jedes Angebot schlecht zu sein.

Am ersten Tag hab‘ ich mich für die von Lonely Planet empfohlene Tour durch dir Altstadt entschieden. Sehr schön, sehr interesssnt, aber an jedem „Hotspot“ fanden sich mindestens 5 andere, die ihre Nase ebenfalls im Lonely Planet vergraben hatten. Individueller Massentourismus eben.

Am Abend wollte ich dann an einem der „Monk Chats“ (einem Gespräch mit buddhistischen Mönchen, die Ausländern Fragen zu ihrer Religion beantworten, und dabei ihr Englisch verbessern können) teilnehmen, doch der Tempel schien unauffindbar und plötzlich fand ich mich mitten in der „Saturday Walking Street“ wieder.

Tausende Menschen und hunderte Händler, die ihre (meist handgemachten) Objekte verkaufen wollen. Es ist laut, eng und überall riecht es nach Essen. Doch das änderte sich um Punkt 18:00 als aus den Lautsprechern die Nationalhymne ertönte. Alles wurde stehen und liegen gelassen, der Strom an Menschen verebbte und es wurde ganz ruhig. Drei Minuten später war die Stille jedoch wieder vergessen und das bunte Treiben ging weiter.

Auch ich könnte mich für eines der handgeschnitzten und -bemalten Objekte begeistern, auch wenn ich noch immer nicht weiß, wo es daheim hinkommen soll…

Als die Sonne hinter den grünen Hügeln verschwunden war, fand ich dann auch endlich jenen Tempel mit den gesprächsbereiten Mönchen. Sehr empfehlenswert, an solch einem Gespräch teilzunehmen, man sollte jedoch darauf vorbereitet sein, dass jene Unterhaltung mehr Fragen aufwirft, als sie beantwortet: Wiedergeburt, Nirwana, Chakren… nach 1.5 Stunden war den meisten Teilnehmern die Ratlosigkeit ins Gesicht geschrieben, auch wenn sich die Mönche große Mühe gaben, alles genau zu erklären.

Ach ja, dann gab es ja noch das Treffen mit einem der vielen Obdachlosen der Stadt. Wie so oft wird man von ihnen angeredet, doch da die Ampel nicht auf grün springen wollte, und ein Überqueren der Straße glattem Selbstmord gleichkommt, unterhielt ich mich eben mit einem von ihnen. In einem guten Englisch bot er mir mehr Informationen als jeder Reiseführer der Welt, außerdem meinte er auch, eines der vielen Restaurants würde von einem Österreicher berrieben werden, und deutete irgendwo Richtung Innenstadt. Erst am Ende fragte er mich nach 20 Bath (50 Cent). Selten gab ich jemandem lieber eine Spende.

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