Ayutthayas‘ ehemaliger Glanz

Ja, eigentlich wollte ich gestern Abend noch über meinen Aufenthalt in Ayutthaya schreiben, aber dann kam ich noch mit David aus Utha ins Gespräch, der seit 4 Jahren in Thailand als Englischlehrer arbeitet, und meint, dass er den „Westen“ so gar nicht vermisse

Zitat: „Wenn wir in Europa/Amerika dieses Bier trinken denken wir doch schon an das nächste. Hier genießt man das was man hat, egal wie viel das ist“.

Als sich noch Luis aus Florida dazusetzte, verging die Zeit noch schneller, es wurde Mitternacht und es blieb keine Lust mehr zu bloggen.

Also zu Ayutthaya: wer sich schon in Rom dachte, was er mit all den alten Steinen anfangen solle, sollte sich großräumig von Ayutthaya fernhalten. Hunderte alter Tempel und Paläste, die die Zeit meist nur dürftig überstanden hatten. Das einzige Problem dass sich dabei ergibt: hast du zwei bis drei von ihnen gesehen, hast du alle gesehen. Dennoch rafft man sich immer wieder auf, sich den nächsten und den nächsten anzusehen, denn wer weiß ob man je wieder hierher zurückkommt?

Am ersten Tag dachte ich noch, dass es schon nicht so schwer sein könne, die Stadt zu Fuß zu erkunden, und dass jene, die auf Rädern die Stadt durchführen, das meiste doch übersehen würden. Und die auf den Elefanten durch die Ruinen schaukelten, waren sowieso auf eine Touristenfalle hereingefallen. Doch Hitze, Schweiß und die unterschätzte Distanz ließ mich an Tag 2 aufs Fahrrad umsteigen.

An den Linksverkehr gewöhnt man sich schnell (vor allem gibt es fast keine Verkehrsschilder – so auch nicht im Kreisverkehr), und man kann seine Kraft für’s Ruinenwandern aufsparen. Hin und wieder wich ich dabei einem Rudel Hunde aus, die beinahe jede Ruine besetzt haben – auch wenn sie nicht gefährlich zu sein schienen: eine nachträgliche Impfung wegen Tollwut ist eine der Erfahrungen, die ich lieber nicht machen möchte.

Doch es gibt neben den Ruinen auch noch den Floating Market, der den Namen aber nicht verdient hat: Touristenstände, die über einem seichten Teich gebaut wurden. Naja, immerhin war das Essen gut.

Apropos Essen: „Eat, where the locals eat“. Dieser Spruch kann in Thailand wirklich helfen. Auch wenn die Umgebung, in denen die Starßenstände oft stehen, in Europa gemieden werden würden (direkt neben der Straße, neben einem Fischmarkt, in der Nähe streunender Hunde…) kann man sich (fast) sicher sein, dass da, wo viele Thais essen, das Essen gut, viel und vor allem eines ist: Nicht verdorben.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s